Pflege-&-Beruf-Plan im Pflege-Cockpit
Ihr persönlicher Handlungsplan bei Pflege eines Angehörigen — in wenigen Schritten. Situation eingeben, Nächste Schritte erhalten, Ergebnisse aus den Rechnern merken, Plan per Link teilen.
📝 Ihre Situation
Mehr über das Pflege-Cockpit
Was ist das Pflege-Cockpit?
Ein kostenloser, browserbasierter Handlungsplan für pflegende Angehörige. Es verbindet alle Werkzeuge dieser Website zu einem persönlichen Pflege-&-Beruf-Plan: Situation einschätzen, passende Leistung finden, Beträge berechnen, Fristen sehen, Anträge öffnen und nächste Schritte abhaken.
Für wen ist es gedacht?
Für berufstätige Angehörige, die Pflege und Beruf vereinbaren müssen. Typische Situationen:
- Akuter Pflegefall: Kurzfristig frei, Pflegeunterstützungsgeld beantragen.
- Pflegezeit geplant: Bis 6 Monate Freistellung, BAFzA-Darlehen sichern.
- Familienpflegezeit: Bis 24 Monate Teilzeit, mindestens 15 h/Woche.
- Regelmäßige Pflege zu Hause: Rentenpunkte prüfen und sichern.
Auch Beamte, Selbständige und Familien mit mehreren Pflegenden finden passende Schritte. Der Lebenslagen-Assistent hilft beim Einstieg.
Welche Rechner sind verbunden?
Auf jeder Rechnerseite können Sie Ihr Ergebnis per Klick im Cockpit speichern. Gespeicherte Berechnungen erscheinen in der Sidebar unter „Ergebnisse merken“.
- Pflegeunterstützungsgeld-Rechner — Nettolohnersatz bei akutem Pflegefall
- Pflegezeit-Darlehen-Rechner — BAFzA-Darlehen und Tilgungsplan
- Familienpflegezeit-Darlehen-Rechner — Darlehen bei mind. 15 h/Woche
- Rentenpunkte-Rechner — Zusätzliche Rentenpunkte der Pflegekasse
- Szenarien-Optimierer — Beste Kombination Pflegezeit + Familienpflegezeit
Datenschutz & lokale Speicherung
Alle Daten werden ausschließlich im localStorage Ihres Browsers gespeichert — kein Server, kein Nutzerkonto, keine Datenbank. Der Teilen-Link enthält Ihre Angaben in Base64-kodierter Form und ist nicht passwortgeschützt. Teilen Sie ihn nur mit Personen Ihres Vertrauens. Beim Leeren des Browser-Caches werden alle Daten entfernt.
Rechtsgrundlagen
PflegeZG · FPfZG · SGB XI (Pflegeversicherung) · SGB VI (Rentenversicherung) · BAFzA-Darlehensrichtlinien
Datenstand 11.07.2026. Unverbindliche Orientierung — kein Rechtsrat. Verbindliche Auskunft erteilen Pflegekasse, BAFzA, Arbeitgeber oder Rentenversicherung.
Beispiel: Akuter Pflegefall nach Krankenhausentlassung
Ein typischer Fall: Vater wird nach Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen — die Pflegesituation beginnt überraschend. Was tun?
- Situation wählen: „Akute Pflegesituation — ich brauche kurzfristig frei“
- Plan erhalten: Das Cockpit zeigt alle Schritte — Arbeitgeber informieren, Pflegeunterstützungsgeld beantragen, ärztliche Bescheinigung holen.
- Rechner nutzen: PUG-Rechner zeigt den Nettolohnersatz für bis zu 10 Arbeitstage.
- Nächste Phase planen: Das Cockpit weist auf längerfristige Optionen (Pflegezeit) hin, sobald die akute Phase gedeckt ist.
Das gesamte Szenario dauert ca. 3 Minuten und erzeugt einen druckbaren Handlungsplan.
Beispiel: Teilzeit für 3 Monate reduzieren (Pflegezeit)
Mutter pflegt ihren Vater (Pflegegrad 3) und möchte für 3 Monate von 40 auf 20 Stunden wechseln. Vorgehen im Cockpit:
- Situation wählen: „Pflegezeit geplant — bis 6 Monate“
- Arbeitgeber-Größe angeben: Entscheidet über Rechtsanspruch oder Vereinbarung.
- Pflegegrad 3 eingeben: Cockpit zeigt den Rentenpunkte-Schritt automatisch an.
- Schritte abhaken: Ankündigung 10 Arbeitstage vorher, BAFzA-Antrag, Rentenpunkte-Fragebogen.
Ergebnis: Handlungsplan mit Fristen, Musterbrief-Link und direktem Link zum Pflegezeit-Darlehen-Rechner.
Was bekomme ich am Ende konkret?
Das Pflege-Cockpit erstellt einen persönlichen Handlungsplan mit:
- Nächste Schritte in der richtigen Reihenfolge — mit konkreten Fristen
- Warum-wichtig-Erklärungen zu jedem Schritt (aufklappbar)
- Direktlinks zu passenden Rechnern und Mustertexten
- Checkboxen zum Abhaken erledigter Schritte
- PDF-Export zum Ausdrucken oder Teilen
- Teilen-Link für andere Geräte oder pflegende Angehörige
Das Cockpit ist kein Antragstool und keine Behördenverbindung. Es ordnet und strukturiert — den letzten Schritt macht die zuständige Stelle (Pflegekasse, BAFzA, Arbeitgeber, Rentenversicherung).
Welche Fristen sind bei Pflege und Beruf am wichtigsten?
Diese fünf Fristen entscheiden über Geld und Rechtsanspruch:
- Pflegegrad-Antrag sofort stellen: Pflegegeld wird ab dem Antragsmonat gezahlt — jeder Monat Verzögerung kostet bares Geld.
- Pflegeunterstützungsgeld: Die Verhinderung dem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen; den Antrag bei der Pflegekasse zeitnah nachreichen.
- Pflegezeit: Spätestens 10 Arbeitstage vor Beginn beim Arbeitgeber ankündigen (Anleitung).
- Familienpflegezeit: Spätestens 8 Wochen vor Beginn ankündigen (Anleitung).
- Widerspruch gegen Bescheide: 1 Monat ab Zustellung (§ 84 SGG).
In welcher Reihenfolge gehe ich bei einem neuen Pflegefall vor?
Die bewährte Reihenfolge, die auch das Cockpit abbildet:
- Pflegegrad-Antrag bei der Pflegekasse stellen — formlos, telefonisch oder schriftlich. Er ist der Schlüssel zu fast allen Leistungen und wirkt ab dem Antragsmonat.
- Akutphase überbrücken: Bis zu 10 Arbeitstage Freistellung plus Pflegeunterstützungsgeld — dafür ist noch kein Pflegegrad nötig.
- Pflege organisieren: Wer pflegt wie viel? Pflegedienst, Pflegegeld oder Kombination?
- Längerfristige Freistellung planen: Pflegezeit oder Familienpflegezeit ankündigen, ggf. BAFzA-Darlehen beantragen.
- Rentenpunkte sichern: Fragebogen der Pflegekasse ausfüllen — rückwirkend gibt es hier nichts.
Kann ich Pflegezeit und Familienpflegezeit kombinieren?
Ja — beide Freistellungen lassen sich nahtlos hintereinander nutzen, zusammen aber höchstens 24 Monate je pflegebedürftiger Person. Wichtig: Der Übergang von der Pflegezeit in die Familienpflegezeit muss spätestens 3 Monate vor Ende der Pflegezeit angekündigt werden, und die Freistellungen müssen lückenlos aneinander anschließen. Welche Aufteilung finanziell am besten passt, rechnet der Szenarien-Optimierer durch.